
Vom 1. bis zum 6. März lernten die beiden Vereinsmitglieder des Wrixumer Mühlenvereins, Katharina und Harald Baumgart, die Grundzüge im praktischen Umgang mit einer Windmühle. In Steinhude standen alle wesentlichen Handgriffe auf dem Plan: vom Aufrüsten und der Inbetriebnahme über das Bremsen bis hin zur Sturmsicherung.

Die Wrixumer Mühle: Ein technisches Denkmal vor dem Neustart
Die betreute Mühle auf Föhr – ein Kellerholländer von 1851 – blickt auf eine lange Geschichte zurück: Schon 1464 wurde an diesem Standort eine Bockmühle erwähnt. Als letzte der einst 14 Windmühlen der Insel, die vollständig mit Technik erhalten ist, wurde sie in den vergangenen 10 Jahren durch die Gemeinde Wrixum umfassend restauriert. Ziel ist die baldige Produktion von verzehrfähigem Mehl.
Die Rolle des RMDZ
Zur Vervollständigung des Maschinenparks der Windmühle in Föhr steuerte das RMDZ einen alten Quetschwalzenstuhl (Fabrikat Königshütte) bei. Der ehemals in Gymnich eingelagerte Walzenstuhl wurde bereits restauriert und wartet auf den Einbau in Föhr.


Handwerkliche Herausforderungen erlernt
Neben der Steuerung der Mühle wurde ein Mahlgang zerlegt und neu eingestellt. Dabei kam der frisch reparierte Steinkran zum Einsatz, der seine Taufe mit Bravour bestand. Eine besondere Aufgabe war das Schärfen des Bodensteins – bei den verbauten "Franzosen" (Mahlsteine aus La Ferté-sous-Jouarre) ein anspruchsvolles Unterfangen, welches jedoch erfolgreich gelöst wurde.


Ende April kehren die beiden für eine zweite Ausbildungswoche an die Windmühle Paula zurück. Und wer weiß – vielleicht schaut dann auch Meister Adebar wieder vorbei, der das Aufrüsten der Mühle bereits in dieser Woche neugierig beobachtete.

Wir wünschen viel Freude und Spaß beim Lernen und freuen uns sehr, dass Rüdiger bald zu unseren Ausbildern im Rheinland gehört!
RMDZ-Vorstand!